Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Kraichtal, Abteilung Gochsheim

Die Freiwillige Feuerwehr Gochsheim wurde im Jahr 1938 gegründet, als sich mehrere verantwortungsbewusste Bürger im alten Rathaus zum Dienst am Nächsten verpflichteten. Da nahezu alle Kameraden in den Krieg ziehen mussten, von denen einige leider nicht zurückkamen, wurden Frauen zum Löschdienst herangezogen. Als nach dem Krieg die meisten Kameraden aus der Gefangenschaft zurück- kehrten, galt es die Feuerwehr neu aufzubauen und zu organisieren, wofür viele neue Kameraden zum Dienst gewonnen wurden. Im Jahr 1979 erkannte man die Wichtigkeit einer Nachwuchsförderung durch eine Jugendfeuerwehr. So sind fast alle heutigen Kameraden dieser Jugendabteilung entwachsen. Die Mitglieder aus der ersten Jugendgruppe waren es auch, die gemeinsam mit Kameraden aus Oberacker und Landshausen zum ersten Mal das Leistungsabzeichen in Gold erwerben konnten.

Im Jahr 1957 durfte die Wehr ihr erstes "Motorgetriebenes Spritzenfahrzeug", einen Opel Blitz, in den Dienst stellen. Heute verfügt die Abteilung über ein Löschgruppenfahrzeug vom Typ LF 8/6 sowie einen Tragkraftspritzenanhänger und hat den Schlauchanhänger und den Wasserwerfer der Wehr Kraichtal in ihrer Verantwortung.

Die größten Schadfeuer, die von der Wehr bekämpft werden mussten, waren die Großbrände der Ziegelei Bott und des Sägewerks Kessler und ein Scheunenbrand im alten Stadtkern in der Hinteren Gasse.

1952 gründete man den Spielmannszug, der mit Ehrenstabführer Fritz Sitzler an der Spitze viele öffentliche Auftritte hatte. Nach langjähriger Spielpause trat man 1982 erstmals wieder öffentlich auf. Seit Anfang 1999 ist man mit den Kameraden aus Neibsheim als Spielmannszug Neibsheim- Gochsheim unterwegs.

Den größten Erfolg auf sportlicher Ebene feierte man zweifelsohne im April 1962. Damals vertraten die Kameraden Fritz und Wilhelm Kögel, Erich Seitz und Helmut Dehn den Deutschen Feuerwehrverband beim Internationalen Leichtathletikausscheidungswettkampf in Frankreich und belegten hier den zweiten Platz.

Am 10. Mai 1989 konnten die Feuerwehrgaragen im Schlosskeller gegen das fachgerechte sogenannte "Käserhaus" getauscht werden. Hier stehen der Abteilung neben Garagen erstmals auch Gruppen- und Unterrichtsräume und eine kleine Werkstatt zur Verfügung.