27.11.16 21:52 Alter: 266 Tage

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kraichtal

Von: toku

Neuer Kommandant und 2.Stellvertreter gewählt, Kinderfeuerwehren etablieren sich

 

Die (zukünftige) Führung der FF Kraichtal v.l.n.r.: 1.Stellv.Kdt Michael Busch, Kommandant Christian Sommer, zukünftiger neuer Kommandant Mathias Bauer, zukünftiger 2.Stellv.Kdt Jens Geißler

Mathias Bauer wurde bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kraichtal in der Mehrzweckhalle in Oberacker mit eindeutiger Mehrheit zum neuen Kommandanten gewählt. Bauer folgt damit Christian Sommer, welcher sich nach zehn Jahren nicht mehr zur Wahl stellte. Als zweiter Stellvertreter wird zukünftig Jens Geißler neben dem ersten Stellvertreter Michael Busch das Trio vervollständigen.

Nach der Eröffnung durch den Spielmannszug Neibsheim-Gochsheim wurde den verstorbenen Kameraden, insbesondere einem jungen aktiven Mitglied, welcher bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, gedacht. Im Bericht von Kommandant Christian Sommer wurde aufgezeigt, dass die Zahl der Einsätze im Vergleich zu den vergangenen Jahren etwas zurück ging. Insgesamt 92 Einsätze, was für die einzelnen neun Abteilungen 133 Einsätze bedeutete, aufgeteilt in 17 Brände, 35 Hilfeleistungen, 18 Fehlalarme und 21 Sonstige Einsätze sowie eine Überlandhilfe, mussteten geleistet werden. Die Freiwillige Feuerwehr Kraichtal besteht derzeit aus 545 Mitgliedern. Dies ist eine Steigerung von elf Mitgliedern zum Vorjahr. Diese gliedern sich in 283 Aktive, davon 23 Frauen und sieben im Spielmannszug, 125 Mitglieder der Jugendfeuerwehr, 61 Fördernde Mitglieder und 76 Mitglieder in der Altersmannschaft. Insgesamt 166 Aktive nahmen an Aus- und Weiterbildungen teil, bei welchen unter anderem unterschiedliche Leistungsabzeichen erworben wurden.
Im Bereich Technik berichtete Sommer, von der bevorstehenden Beschaffung eines Kommandowagen und der Übergabe des neuen Einsatzleitwagen welche Mitte Dezember erfolgen wird. Mit dem vor kurzem erfolgten Baggerbiss für das neue Feuerwehrhaus in Neuenbürg wird auch dieser Wehr bald eine bedarfsgerechte Unterbringung zur Verfügung stehen. Geplant sind für das kommende Jahr die Beschaffung von zwei Mannschaftransportwagen sowie weitere neue Uniformen.
Organisatorisch wurde im vergangenen Jahr unter anderem begonnen, die Hydrantenschilder mit einer zusätzlichen Identifizierungsnummer auszustatten und die Alarm- und Ausrückeordnung auf die neue Leitstelle anzupassen.

Jugendwart Marco Henrich berichtete von den gemeinsamen Aktionen der neun Jugendabteilungen, in welchen es mittlerweile auch drei Kinderfeuerwehren gibt, deren Zahlen eindeutig für sich sprechen. Als Highlight gab es unter anderem ein Zeltlager sowie eine Großübung in Oberacker, anlässlich deren 25-jährigem Bestehen der Jugendfeuerwehr.

Von vergleichsweise weniger Teilnehmer bei Veranstaltungen referierte Altersobmann Rudolf Dieterle. Der Stabsführer des Spielmannszuges Martin Gaukel informierte über die Auftritte im vergangenen Jahr. Kassenverwalter Thomas Mikisek berichtete über den aktuellen Kassenstand, worauf im Anschluss die Jahresrechnung festgestellt werden.

Bei den Wahlen für das Amt zum Kommandanten stellte sich Matthias Bauer von der Abteilung Oberöwisheim vor. Für den zweiten Stellvertreter ließ sich Jens Geißler von der Abteilung Unteröwisheim aufstellen. Die Wahlen konnten ohne Unstimmigkeiten durchgeführt und beide Kandidaten mit überzeugender, sehr großer Mehrheit gewählt werden.

Clemens Messing, Leiter des Polizeiposten in Münzesheim dankte in dem letzten Grußwort vor seinem Ruhestand für die sehr gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, welche die vielfältigen Herausforderungen bisher stets mit Bravur gemeistert hat und stellte anschließend fest: " Der Laden läuft".

Bürgermeister Ulrich Hintermayer dankte allen Einsatzkräften für die geleistete Arbeit, in welche er auch oftmals direkt Einblick erhielt.

Kreisbrandmeister Thomas Hauck gratulierte der Bevölkerung für den vorbildlichen Zusammenhalt der neun Abteilungen, auf welchen andere Feuerwehren froh wären, einen solchen zu haben. Gemeinderat und Bürgermeister sollen sich nicht auf die große Mitgliederzahl verlassen, denn größere Einsätze könnten jederzeit kommen und dann wird jede einzelne Einsatzkraft gebraucht. Hauck erläuterte eindrucksvoll, dass eine hauptamtliche Löschgruppe mit neuen Kräften rund um die Uhr besetzt, ca. 3,5 Millionen Euro jährlich kosten würde. Auf Kraichtal hochgerechnet, stehen ehrenamtlich etwa 30 Löschgruppen bereit.

Kommandant Christian Sommer wurde nach der Laudatio durch seinen Stellvertreter Michael Busch aufgrund seines überdurchschnittlichen Engagements mit dem Deutschen Feuerwehr Ehrenzeichen in Silber ausgezeichnet, sowie zum leitenden Hauptbrandmeister befördert. Eine Landesehrung in Gold für 40-jährige Dienstzeit erhielten Reiner Friedrich, Gebhard Kirchgäßner und Reinhard Schmid. Für 25-jährige Dienstzeit wurden Martin Römpert, Boris Heinrich, Roland Szautner und Frank Steinbach mit der Landesehrung in Silber ausgezeichnet. Das Ehrenzeichen der Feuerwehr Kraichtal in Silber wurde an Jochen Dehn verliehen.