Notfallseelsorge – „Erste Hilfe für Mensch und Seele“

Belastende Situationen, wie schwere Verkehrsunfälle, Brandeinsätze, akute Suizidgefahr, Vermisstensuche, Geiselnahmen, Überbringen von Todesnachrichten, plötzlicher Kindstod, erfolglose Reanimation, Katastrophen und sonstige schwere Unglücksfälle bleiben manchmal lange im Gedächtnis. Sie können Spuren hinterlassen und im Extremfall sogar krank machen.

 

Aus diesem Grunde wurde zum 1. Juni 2003 auch für den Landkreis Karlsruhe eine ökumenische Notfallseelsorge eingerichtet. Sie besteht aus verschiedenen „Fachberatern“ für Seelsorge. Speziell ausgebildetes Personal, in der Regel ein Pfarrer, bemüht sich, dass die Geschehnisse für den Betroffenen besser zu bewältigen sind.

 

Für den Bereich Kraichtal ist bei entsprechender Erreichbarkeit Karin Kühn und Pfarrer Gero Albert tätig.

 

Die Notfallseelsorge wendet sich im wesentlichen an drei verschiedene Personengruppen:

1. Primär Geschädigte (Unfallopfer oder durch Notfälle direkt geschädigte Menschen)

2. Sekundär Geschädigte (Unverletzte Beteiligte, Unfallzeugen, Angehörige der primär Geschädigten)

3. Helfende (Seelsorgerischer Beistand für Angehörige der Rettungsorganisationen, um ihre oft belastende Arbeit bewältigen zu können).

 

Das bedeutet, dass alle Bürger die Einrichtung der Notfallseelsorge in Anspruch nehmen können, unabhängig von ihrer Herkunft, Kultur und ihrer Religionszugehörigkeit.

 

Die Alarmierung der Notfallseelsorger erfolgt über die Leitstelle (Nummer: 112). In der Regel kann ein Notfallseelsorger innerhalb von 15 – 45 Minuten vor Ort sein.