Gefahrenquellen im Alltag

Der Monat Oktober steht in Baden-Württemberg ganz im Zeichen des Hausrauchmelders. Deshalb werden wir sie in den nächsten beiden Ausgaben des Mitteilungsblattes rund um das Thema „Rauchmelder“ informieren.

Diese Ausgabe soll sie auf die wichtigsten Gefahrenquellen im Alltag hinweisen, so dass es gar nicht erst zu einem Brand kommen kann.

In Deutschland brennt es jährlich über 200.000 mal. Daraus resultieren Schäden in Höhe von über 3 Mrd. Euro. Durch Brände verlieren in Deutschland jährlich etwa 600 Menschen ihr Leben; über 6.000 werden oftmals lebensgefährlich verletzt.

 

Das muss nicht sein! Ein Großteil der Brände mit verletzten und toten Menschen wütet in Häusern. Durch ein geschultes Brandschutzbewusstsein würden viele Brände erst gar nicht entstehen. Viele Betroffene wissen hinterher: Es wäre vermeidbar gewesen.

 

Nachfolgend sind die wichtigsten Gefahrenquellen im Alltag aufgeführt:

 

Die letzte Zigarette

Es ist besser die Gute-Nacht-Zigarette an der frischen Luft zu rauchen als im Bett oder im gemütlichen Fernsehsessel. Leeren sie den Aschenbecher nicht in den Papierkorb, sonst könnte die Glut noch lange Zeit später einen Brand auslösen. Offene Behälter mit Lösungsmittel – z.B. Nagellackentferner – sind in der Nähe einer Zigarette tabu.

 

Beleuchtung, Hitzestau

Decken sie die Lüftungsschlitze eines Fernsehers oder einer Lampe ab, kommt es zum Hitzestau. Die Gefahr der Entzündung ist groß. Auch verschmutzte oder überlastete elektrische Steckverbindungen sowie falsch angeschlossene Leitungen könne sich erhitzen und in Brand geraten.

 

Elektrogeräte

Zu viele Elektrogeräte an einer Mehrfachsteckdose überlasten ihre Stromleitungen. Die Isolierung kann schmelzen und in Brand geraten. Kaffeemaschinen, Toaster und Tischgrill gehören auf eine feuerfeste Unterlage. Lassen sie Geräte wie Fernseher oder DVD-Spieler nicht längere Zeit in Bereitschaft (Stand-by) eingeschaltet; schalten sie sie über den Netzschalter ab. Grundsätzlich signalisiert eine ausgelöste Sicherung einen Defekt. Wenden sie sich dann an einen Fachmann aus dem Elektrohandwerk. Ziehen sie bei Gewitter die Antennen-, Telefon-, Internet- und Netzstecker.

Auch Routine schützt vor Bränden: Stellen sie das Bügeleisen selbst bei kurzen Unterbrechungen bewusst in die dafür vorgesehene Halterung des Bügelbrettes. Bügeleisen immer ausstecken.

 

Verhalten in der Küche

Benutzen sie das Kochfeld nicht als Ablagefläche für Handtücher oder beispielsweise eine Rührschüssel. Löschen sie brennendes Fett mit einem Deckel oder einer Löschdecke, aber niemals mit Wasser. Der Dampf würde das Fett in einen Feuerball im Raum verteilen. Ein weiterer Gefahrenpunkt: Fett und Küchenschmutz in der Dunstabzugshaube können sich bei einer Stichflamme entzünden. Reinigen sie die Haube daher regelmäßig.

 

Heizung

Lagern sie kein brennbares Material im Heizungsraum und hantieren sie dort nie mit Lösungsmitteln. Druck- und Flüssiggasbehälter sind dort ebenso verboten.

 

Adventskranz, Weihnachtsbaum und Kerzen

Beachten sie folgende Regeln:

-  Kerzen nur unter Aufsicht in einer feuerfesten Halterung brennen lassen

-  Weihnachtsbaum in einen kippsicheren Ständer stellen und Kerzen nur senkrecht mit Abstand zur Dekoration befestigen

-  Tannengrün mit Wasser aus der Sprühflasche frisch halten