Verhalten bei Unwetterlagen

Durch den Klimawandel müssen wir zukünftig mit einer steigenden Anzahl von Unwettern rechnen. Der Sturm „Lothar“ oder das Hochwasser im Jahre 2003, bei dem vor allem die Stadtteile Unteröwisheim, Oberöwisheim und Münzesheim betroffen waren, haben uns gezeigt, dass Kraichtal von solchen starken Unwetterauswirkungen nicht verschont bleibt.

 

Um solche Ereignisse dennoch beherrschbar zu machen, haben die Feuerwehren umfassende Konzepte und Vorgehensweisen entwickelt und so weit möglich, bereits erprobt. Damit auch sie wissen, wie man sich bei Unwetterlagen am besten verhalten sollte haben wir einige hilfreiche Tipps für Sie zusammengefasst:

 

Durch die glücklicherweise gute Infrastruktur in Deutschland haben wir auf vielfältige Weise die Möglichkeit bereits im Vorfeld auf ein drohendes Unwetter aufmerksam gemacht zu werden. Sei es über Radio, Fernsehen, Videotext oder Internet - normalerweise wissen wir rechtzeitig Bescheid und können notwendige Vorkehrungen zur Schadensbegrenzung treffen.

Grundsätzlich sollten sie sich in stabilen und fest verschlossenen Räumlichkeiten aufhalten. Auch das Auto kann wirksamen Schutz leisten.

Sollten sie trotzdem im Freien von einem Unwetter überrascht werden, vergessen sie bitte den folgenden Spruch: "Eichen sollst du weichen, Buchen musst du suchen". Ein Blitz sucht sich nicht die Baumart aus, sondern schlägt in alle Bäume ein, die besonders exponiert stehen. Auch die Bruchgefahr durch herabfallende Äste oder ganze Bäume ist ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Ein Gewitter ist sehr nahe, wenn zwischen Blitz und Donner weniger als 10 Sekunden vergehen.

 

Am besten ist es sich in Hocke in einen Graben zu setzen, falls kein anderer sicherer Ort erreicht werden kann. Die Wahrscheinlichkeit getroffen zu werden ist dann gering.

 

Bei einem drohenden großen Unwetter werden in der Regel das Führungshaus im Münzesheimer Rathaus, sowie die Feuerwehrhäuser in den Stadtteilen besetzt. Das Führungshaus koordiniert die verschiedenen Einsätze aufgrund ihrer Dringlichkeit und alarmiert gegebenenfalls weitere Einsatzkräfte nach. Während den Einsätzen sind die Feuerwehrhäuser immer mit mindestens einem Feuerwehrangehörigem besetzt der Ansprechpartner für das Führungshaus, die eigenen Kräfte und die Bevölkerung ist. Beim Zusammenbrechen der Telefonverbindungen können Meldungen auch persönlich bei den Feuerwehrhäusern aufgenommen werden.